Gemeindebrief August-Oktober

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Geistliches Wort August-Oktober

Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

na so was, alle reden von dieser Mondlandungs-Sache vor 50 Jahren, und jetzt steht das sogar im Gemeindebrief! Was hat das denn mit Glaube und Kirche zu tun? Widersprechen sich Naturwissenschaft und Glaube nicht geradezu? Juri Gagarin, der erste Mensch im All, hat doch nach seinem Flug gesagt: „Ich habe gesucht und gesucht, aber Gott habe ich nicht gefunden.“

Dass da drei Menschen von der Erde in den Himmel geflogen sind, ist zwar eine große Leistung gewesen. Und das mit einem Bordcomputer, dessen Rechenleistung geringer war als die eines heutigen Smartphones!

Aber unendlich viel wichtiger ist, dass Gott aus dem Himmel auf die Erde gekommen ist. Das verändert alles, weil dadurch unser Weg in den anderen Himmel, in Gottes Ewigkeit, wieder frei ist.

Einer, dem das damals offensichtlich voll bewusst war, ist Buzz Aldrin, einer der drei Astronauten in der Mondfähre. Er trug auf dem Mondflug eine Karte bei sich, auf die er folgenden Vers geschrieben hatte: „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ (Ps 8,4f) Nachdem die Mondlandefähre „Eagle“ auf dem Mond aufgesetzt hatte und Aldrin und Armstrong darauf warteten, den Mond betreten zu dürfen, feierte Aldrin das Abendmahl mit geweihtem Brot und Wein (die er zuvor von seiner Kirche erhalten hatte). Dann las er in seiner Bibel. Er hatte das starke Bedürfnis, dem Schöpfer des Universums zu danken. Wenn in diesen Tagen von den menschlichen Errungenschaften im Weltraum gesprochen wird, lasst uns daran denken: Alles, was wir sind und haben, verdanken wir Gott. Wir geben ihm die Ehre dafür: „Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!“ (Ps 148,3)

Damit grüßt herzlich

Ihr/Euer Johannes Heicke

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Gemeindebrief Juni-Juli

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Geistliches Wort Juni-Juli

Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine Gebote, denn sie werden dir ein langes Leben einbringen. (Sprüche 3,1-2)

Liebe Gemeindeglieder und Freunde,

sagt ein Pfarrer zum andern: „Ich werde diese blöden Fledermäuse im Kirchturm einfach nicht los!“ „Gar kein Problem“, sagt der andere: „Ich hab‘ meine getauft und konfirmiert, seitdem hab‘ ich sie nie wieder gesehen!“

Glücklicherweise haben wir in unseren beiden Gemeinden keinerlei Probleme mit Fledermäusen, und auch die Konfirmierten der letzten Jahre halten gut zur Stange. Und doch ist es jedes Mal wieder die spannende Frage: Wie geht es weiter nach dieser „Pflichtzeit“, die junge Christen zu überstehen haben? Ist dann erstmal eine Pause nötig? Oder haben sie sich eingelebt in den bewussten Glauben?

Schließlich ist ja was dran an dem Spruch, der über diesen Zeilen steht: Wer dran bleibt am Glauben, am Vertrauen auf Jesus, dem winkt nicht nur ein langes, sondern sogar ein ewiges Leben!

Und doch wissen wir alle: Es gibt Zeiten, da ist unser Glaube eher passiv – da muss Gott schon mit mir treu sein, weil es mit meiner Treue grade nicht so weit her ist.

Und dann gibt’s wieder die anderen Zeiten, in denen Gott mir wieder näher kommt. Zum Beispiel wenn ich mich auf die Konfirmation vorbereite. Oder wenn meine Kinder in ein Alter kommen, in denen die Gemeinde ein Angebot für sie hat. Oder wenn ich besonders schwere Zeiten durchlebe, oder besonders schöne. Oder wenn ich beginne, mich mit meinem eigenen Tod auseinanderzusetzen.

Wie gut, dass Gott dann nie nachtragend sein wird, sondern dass seine Arme immer weit für uns geöffnet bleiben. Wie in der biblischen Geschichte vom Sohn, der sein Erbe einfordert und den Vater verlässt. Dem sein Vater völlig gleichgültig ist. Und der dann erst wiederkommt, als es ihm richtig dreckig geht.

Und was tut der Vater, was tut Gott? Schimpft er ihn aus? Nein, im Gegenteil: Er freut sich und nimmt ihn in die weit geöffneten Arme!

Damit grüßt herzlich

Ihr/Euer Johannes Heicke

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Gemeindebrief März-April

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Geistliches Wort April-Mai

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde,

am Aschermittwoch ist alles vorbei – das war auch für den Rödinghauser Heimatverein wieder so dieses Jahr, der die Tradition des närrischen Treibens im Ostwestfälischen aufrecht erhält.

Und besonders die römisch-katholischen Christen, aber immer häufiger auch evangelische, gehen an diesem Tag in die Kirche und werden an der Stirn mit einem Aschenkreuz gezeichnet.

Asche ist in vielen Religionen und Kulturen ein mit Schuld und Tod verbundenes Zeichen. In der biblischen Erzählung vom Sündenfall sagt Gott zu Adam: ,,Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück (1.Mose 3,19).“

Dieses Bibelwort erinnert die Christen am Aschermittwoch so auf der einen Seite daran, dass sie sterben müssen und vor Gott treten. Damit ist das Aschenkreuz eine Mahnung, sich zu hinterfragen und umzukehren.

Das deutende Wort müsste aber eigentlich lauten: „Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist, aber zur Auferstehung in das ewige Leben bestimmt.“

Damit ist auf der andern Seite am Aschermittwoch zu Beginn der Fastenzeit schon das Ende der Fastenzeit, das Osterfest, mit seinem Versprechen einer fröhlichen Auferstehung fest im Blick.

Der Karneval mit seinem närrischen Treiben ist vielleicht an diesem Tag zu Ende. Aber für alle Getauften, die an diesem Tag wie bei ihrer Taufe ein Kreuz an die Stirn gezeichnet bekommen, ist dieser Tag so auch ein Tag des Anfangs, ein Tag der Freude. „Denn alle, die durch die Taufe mit Jesus verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, werden ihm auch in der Auferstehung gleich sein (Römer 6,5).“

So wünsche ich allen „Narren in Christus“ eine gesegnete Restpassionszeit zur Vorbereitung auf Ostern mit der Möglichkeit, neu über das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz nachzudenken. Und dann ein fröhliches Osterfest, an dem die Auferstehung Jesu zum Versprechen unserer Auferstehung zum ewigen Leben wird.

Ihr/Euer Johannes Heicke

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Geistliches Wort Februar-März

Suche Frieden und jage ihm nach. (Psalm 34,15)

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde,

was ist das für eine passende Jahreslosung: Suche Frieden und jage ihm nach. Sie passt in eine Zeit, in der Kriege Menschen um die halbe Welt treiben, in der die Demokratie ausgehöhlt wird und der Nationalismus weltweit wieder Auftrieb erhält. Da ist es an uns, den Frieden zu suchen.

Im weltweiten Maßstab sind unsere Möglichkeiten da sicher begrenzt. Aber im zwischenmenschlichen Bereich, da ist viel möglich. Dazu laden die beiden Stühle auf dem Deckblatt ein: Setzen Sie sich doch mal gedanklich mit der oder dem auf diese Stühle, die Ihnen im letzten Jahr am meisten auf den Keks gegangen sind. Die Arbeitskollegin vielleicht, mit der es Zoff gab. Oder der Partner, der mir immer wieder das Leben so schwer macht. Oder die Geschwister, mit denen ich so viele alte Geschichten teile. Oder vielleicht ist es die anstrengende Nachbarin, die immer was zu nörgeln hat über den Gartenzaun. Oder jemand in der Gemeinde, mit dem ich unterschiedlicher Meinung bin, vielleicht wegen Baufragen oder Gestaltung des Gemeindelebens.

Vielleicht sind es aber auch Menschen anderer Kulturen, mit denen ich mich eigentlich gar nicht beschäftigen will. Oder Angehörige einer Partei, die für mich gar nicht geht.

Ich glaube: Das ist der beste Weg zum Frieden. Sich mit genau diesen Leuten auf zwei Stühle zu setzen. Sie besser kennen zu lernen. Zu fragen: Warum denkst und handelst du so? Und auch zu sagen: Du, das hat mich gestört, das hat mir weh getan. Ich glaube, genau dann jagen wir dem Frieden nach.

Ich weiß, das ist nicht immer leicht. Das geht mir auch so. Wie gut, dass Jesus Christus am Kreuz längst Frieden gemacht hat, zwischen Gott und uns. Diesem Frieden müssen wir nicht mehr nachjagen. Vielleicht kann es uns dieses Wissen ein bisschen leichter machen, auch bei unserm Gegenüber auf dem andern Stuhl dem Frieden nachzujagen.

Fröhliches Nachdenken über den Frieden wünscht

Ihr Johannes Heicke

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Gemeindebrief November-Januar

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Geistliches Wort November-Januar

Jesus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern er wird das ewige Leben haben.

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde,

als wir im Frühjahr im Rückenwind-Team den Gottesdienst zum Thema Gemeindebilder geplant haben, da haben wir ganz besonders über dieses Bild diskutiert. Die Frage war: Geben wir diesem Jesuswort den Vorzug, in dem er sagt, dass er das Licht der Welt ist – oder lieber dem aus Matthäus 5,14, wo er sagt: „Ihr seid das Licht der Welt“?

Dabei wurde uns klar, dass beides zusammengehört. Klar, besonders in der dunklen Jahreszeit erleben wir wieder, wie wichtig das Licht für uns ist und was für ein Glück, dass wir es einfach so anschalten können. Und auch, welche Kraft das Licht hat – eine einzige kleine Kerze kann einen ganzen Raum erleuchten, verändert die Atmosphäre des Raums völlig, schenkt Geborgenheit, gibt Orientierung.

In diesem Sinn ist erstmal Jesus unser Licht. Er macht es in unserem Leben hell, grade da, wo es besonders dunkel ist, wo wir traurig sind, einsam oder verletzt. Weil er uns kennt und weiß, wo wir sein Licht brauchen.

Aber auch das andere stimmt: Wir Christen sind selber Licht! Das traut Jesus uns zu: dass wir Licht spenden, genauso wie er. Dass wir als Christen den Heiligen Geist haben. Der macht uns fähig, selbst zu leuchten, anderen Licht zu bringen: durch Besuche in dunklen, einsamen Stunden, durch Gebete in ausweglosen Situationen, durch tatkräftige Hilfe in hilflosen Momenten, durch zugesprochene Vergebung, Beistand in Angst und vieles mehr.

Wir haben uns am Ende entschieden, im Rückenwind-Gottesdienst beide Jesus-Worte zu verwenden. Denn das ist Gemeinde: Bei Jesus, im Hören auf sein Wort, Licht tanken. Und das Licht dann weitergeben in die Welt.

Schöne, gemütliche Stunden mit Licht trotz dunkler Jahreszeit, im wörtlichen wie übertragenen Sinn, wünscht
Johannes Heicke

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